MIP: Conor McGregor – Was du von #TheNotorious lernen kannst 

Wenn man direkt eine Artikelreihe einführt sollte man vielleicht erklären was man sich dabei gedacht hat. Also:

MIP ist angelehnt an den Begriff MVP aus dem Sport – so steht MIP aber nicht für  most valuable player sondern für Most Inspirational Person. In dieser Reihe möchte ich einfach Menschen vorstellen, die mich inspirieren und begeistern – und aufzeigen was wir von ihm oder ihr vielleicht lernen können.

UFC_189_World_Tour_Aldo_vs._McGregor_London_2015_(18776759002)_(cropped)
Bildquelle:  Andrius Petrucenia – CC BY-SA 2.0  Bild: UFC 189 World Tour Aldo vs. McGregor London 2015 

1. Conor McGregor

Zugegeben, als nicht MMA Fan war mir McGregor bisher nur unbewusst bekannt. So ist etwa ein Teil des Motivation Memos welches ich beim Training höre aus Interviews mit ihm zusammengeschnitten – und da ist auch direkt eines meiner Lieblinszitate des Iren:

If you can see it in your mind, and you have the courage to speak it – it will happen.

~ The Notorious Conor McGregor

Mein Interesse wurde – wie bei vermutlich 1-2 anderen auch – durch den Kampf Mayweather vs. McGregor geweckt. Neben dem Kampf an sich und dem ganzen Spektakel davor habe ich mir auch einige Interviews und Berichte von und mit Conor angesehen.

Von dem Mann kann man so einiges lernen:

  • Achte auf dein Umfeld
  • Visualisierung ist fast alles
  • Kenne dein Ziel
  • Geld ist geil, aber nicht alles
  • Sei ein taktisches Arschloch
  • Der Plan ergibt sich am Weg
  • Sei dir bewusst wo du herkommst
  • Hard work pays off

Ja, viele der Punkte klingen wie plumpe Floskeln aus Büchern – was aber die Person Conor McGregor neben seinen sportlichen Leistungnen so spannend macht: Er ist der Beweis dafür, dass an so manchem Buch etwas dran ist – wenn man sich traut die Tipps umzusetzen und einfach mal zu machen.

Achte auf dein Umfeld 

Conor ist in den letzten 4 Jahren explodiert, so war er vor 4 Jahren noch an der Armutsgrenze und wusste nicht wie er sich das Essen leisten sollte, dass er für sein Training benötigte.
Dee Devlin: Du brauchst nur eine Person die an dich glaubt

Doch er hat schon seit über 10 Jahren seine Freundin Dee Devlin an seiner Seite – und sie ist ähnlich inspirierend wie er. So hat sie in ihm schon früh gesehen was alle anderen jetzt plötzlich sehen. Sie hat ihn von der Straße geholt, gearbeitet damit sie seine Ernährung finanzieren konnte und dann sogar ihren Job gekündigt, damit sie Conor zu den Kämpfen begleiten konnte.

Sie hat ihn geliebt als er nichts hatte – und ich bin mir sicher, dass kein Coach oder Trainer einen so großen Einfluss auf Conor’s jetzigen Erfolg hatte wie Dee.

Neben seiner Freundin hat Conor natürlich auch ein großes Team an hervorragenden Trainern wie etwa John Kavanagh um sich. John Kavanagh begleitet McGregor von Anfang an – die sehr beeindruckende Geschichte von Kavangh kann man in seiner Biografie „Win or learn“ nachlesen.

Wie du siehst hat Conor unglaubliche Persönlichkeiten in seinem direkten Umfeld – hier kommt die Macht der Anziehung ins Spiel. Dazu gleich noch mehr. 🙂

Visualisierung ist fast alles

Eine Sache die mich bei Conor fast am meisten beeindruckt ist seine Visualisierungsgabe. So etwas habe ich, zumindest in dieser Intensität noch bei keinem anderen Sportler gesehen.

If you can see it in your mind, and you have the courage to speak it – it will happen.

Conor hat bei MMA Kämpfen in der Vergangenheit „prognostiziert“, dass er seinen Gegner in der 3. Runde mit einem Schlagen mit der linken Hand in den Nacken K.O. schlagen würde – und so kam es dann auch.

Viele Leute visualisieren, aber viele machen den Fehler nur das Ziel zu visualisieren und sich von außen zu betrachten. Conor hingegen visualisiert jeden Schritt permanent in seinem Kopf, wie im die Handschuhe gebunden werden, wie er wo schlägt, wie er den UFC Gürtel hält – oder sogar zwei.

Ab und zu muss man, wenn man das macht auch ein wenig dreist sein. So hat sich Connor ein Jahr bevor er seinen ersten UFC Championship gewonnen hat den Gürtel von einem Kollegen geklaut und damit ein Bild gemacht. Ein Jahr später gewann er dann den UFC Championship und hatte seinen eigenen Sieger Gürtel.

Das reichte ihm nicht, deswegen hat er dann ein Bild mit zwei UFC Belts gemacht – ein Jahr später wurde er dann der erster Kämpfer in der UFC der zwei UFC World Championships für sich entscheiden konnte.

Deine Gedanken sind stark, unterschätze das nicht. Und ob etwas möglich ist oder nicht entscheiden wir nur in unserem Kopf.

Du wirst das, worüber du am meisten nachdenkst. Sobald du das begriffen hast wirst du sehr vorsichtig mit dem, worüber du nachdenkst. – Und weil es  auf Englisch 1000 mal besser klingt:

You become what you think about the most. As soon as you realise that you become what you think about you get really careful with what you think about.

Zu den weiteren Punkten schreibe ich heute am Nachhause Weg – jetzt wird erstmal gearbeitet.

Einfach mal gemacht ✅

Teil 2: Feierabend – Weiter geht´s 😉 Side Note: Ich hatte hier schon am Weg ins Training einige Zeilen getippt – leider aber verworfen. Deshalb möchte ich hier erneut die weiteren Punkte ausführen – durch die erneute Erzählung habe ich die Möglichkeit den ein oder anderen Punkt vielleicht besser zu formulieren. 

 Kenne dein Ziel

Um voranzukommen ist es notwendig, dass du genau weißt, wo du hinwillst. Du musst dein Ziel kennen. Ohne Ziel wird auch das Visualisieren schwierig.

Conor McGregor wusste genau wo er hinwollte.

Wichtig: Kenne DEIN Ziel! Lass dir von niemandem sagen, dass etwas nicht möglich wäre.

Conor McGregor hat sich, bevor er selbst UFC Champion wurde den Siegergürtel von einem anderen geklaut, den Gegner dem der Gürtel gehörte beschimpft und als Loser bezeichnet. Er war schon in seiner Welt, wo nicht ein Anderer, sondern er selber diesen Siegergürtel hat. Zugegeben, einige der Aktionen sind dreist und von außen kann es so wirken als hätte McGregor den Hang zur Realität verloren. Darum geht es: Er hat seine Realität, er hat sein Ziel so verbissen vor sich, dass er es sieht und schon real vor sich hat.

Es ist egal was andere sagen.

Als er den ersten UFC Championship gewonnen hatte, hat er direkt ein Foto gemacht wo er zwei UFC Meisterschaftsgürtel in den Händen hält – ein Jahr später hat er dieses Ziel erreicht.

Wieder einige Monate später forderte er einen der besten Boxer aller Zeiten – Floyd Mayweather zum Kampf heraus.

Zu dem Zeitpunkt kamen wieder Leute und meinten „Der Kampf wird nie was, die Kommission spielt nicht mit…“

Einige Monate später kam dieser Kampf zustande und wurde zu einem der größten sportlichen Events aller Zeiten.

Geld ist geil, aber nicht alles 

Wie ein Mensch mit Geld umgeht sagt viel über ihn aus. Geld verdirbt weder Charakter noch macht es blind. Geld verstärkt, wer du sowieso schon bist.

Conor McGregor ist auch im Zusammenhang mit Geld sehr spannend. Vor 4 Jahren lebte er aus der Straße und bezog Essensmarken. Sein aktuelles geschätztes Vermögen liegt bei ca. 180 Millionen Dollar.

Spannender als dieser Wandel ist auch wie er jetzt über Geld denkt und spricht.

Auf die  Frage eines Reporters

„Obviously you will make a lot of money with this fight, but if you would have to choose – money or win – what would you pick?“

Antwort McGregor

I’d always pick the win. Money is fine – but if you had the never have to worry again moment it’s just not that important. Don’t get me wrong – money can be a real problem, I know that…

Klar, wenn jemand der auch vor dem Kampf Mayweather vs. McGregor schon über 30 Millionen Dollar hatte sagt, das Geld nicht wichtig ist scheint das arrogant.
Wichtiger als was jemand sagt, ist aber wie eine Person etwas sagt. In dem Moment wo er bedenkt, das Geld und vor allem ein Mangel dessen ein echtes Problem darstellt kauft man ihm ab, dass er das ernst meint. Er weiß wo er herkommt, er hat Armut erlebt.

Trotz seines Vermögens wirkt er auf mich nahbar und bodenständig. Das ist sehr selten, vor allem im Sport.

Auch auf die Frage nach dem Kampf

„How you gonna spend the 100 million ?“

Seine Antwort:

First of all, it’s more than 100 million – right now we are in the numbers game. I mean you see things are coming, my suit and fashion brand, my whiskey. I’ll just keep doing what I do. Nothing crazy.

Auch hier: Erstmal klarstellen, dass es um mehr als 100 Millionen geht, und er zieht langsam Dinge rund um seine Person auf – Produkte, die zu ihm passen – eine eigene Anzug Marke und auch eigener Whiskey klingt erstmal sinnvoll.

Er ist sich bewusst, dass – sollte er auf komische Gedanken kommen und Geld raushauen stehen genügend Leute mit Bratpfanne hinter ihm, die ihn auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Generell sollen Iren – so sagt man zumindest – ein sehr bodenständiges Volk sein. Thema Umfeld und zu wissen wo man herkommt.

Sei ein taktisches Arschloch

Die Tour vor dem Mayweather vs. McGregor Kampf war eine Scharade aus Beschimpfungen. Ich denke, das gehört irgendwo zum Sport dazu.

McGregor nutzte jede Angriffsfläche, wenn es nur irgendwie ging. So kam er zu einem Pressetermin im Trikot desjenigen NBA Spielers, welcher mit Mayweathers Frau geschlafen hatte.

Im Vergleich dazu wirkten die Beiden nach dem Kampf fast schon wie Freunde. McGregor sprach Floyd seinen Respekt aus, Floyd meinte über Conor, dass er ein guter Gegner gewesen wäre.
Und nun: Du bist gar kein MMA Kämpfer und beschimpfst auch keine Leute ? Was du davon lernen sollst?

Ganz einfach: Es gibt Momente, da ist es notwendig NICHT Mr. Niceguy zu sein. Zeige Grenzen auf, sag mal Nein. Sei kein Fußabtreter. Stehe ein, für das was du willst und zeig auch was du kannst. Wenn du etwas besser kannst als jemand anders, kannst du das auch zeigen. All das ist leichter, wenn du dein Ziel kennst.

Der Plan ergibt sich am Weg

Du musst zwar dein Ziel kennen, du brauchst aber keinen genauen Plan. Wenn dein Ziel groß genug ist, ergibt sich der Rest am Weg. Conor McGregor hatte das Ziel die UFC zu gewinnen, damit verbunden war ein Millionenvertrag und Bekanntheit. Daraus entstanden neue Möglichkeiten wie eine eigene Anzug-Kollektion oder ein eigener Whiskey.

Es ist nicht notwendig alles genau zu planen – es reicht ein übergeordnetes Ziel zu haben, alles andere kommt sobald dieses Ziel erreicht wird – natürlich nur, wenn man daran arbeitet.

Sei authentisch & sei dir bewusst wo du herkommst

Ich denke das macht wirklich erfolgreiche Menschen glücklich. Erfolg ist das Eine – wirklich glücklich sind diejenigen, die sind, wie sie sind und damit gut ankommen. Conor wirkt authentisch – mit all seinen Ecken und Kanten, einem sagen wir eher aufbrausendem Gemüt.

Wie erwähnt – er hat genügend Menschen hinter sich, die ihn – sollte er abheben – schnell auf den Boden der Tatsachen zurück holen.

Ich möchte hier noch etwas anmerken: Deine Herkunft ist deine größte Stärke. Wie schlimm deine Geschichte auch sein mag – es ist DEINE Geschichte und somit ein Teil von dir. Umso schneller du lernst, wie du diese Erfahrungen für dich nutzen kannst – umso schneller kannst du glücklich (erfolgreich) werden.

Hard work pays off 

Conor McGregor hat mit dem Kampf gegen Floyd Mayweather in unter 25 Minuten über 100 Millionen Dollar verdient. Mehr muss man dazu denke ich nicht sagen.

Glaube an dich, Visualisiere dein Ziel, gib Gas – if you can see it in your mind and you have the courage to speak it – it will happen.

In diesem Sinne – gute Nacht und bis morgen früh.

 

Top 10 Rules Conor McGregor Video